Dürfen Hunde Avocados essen?

10.07.2024 Allgemein
Dürfen Hunde Avocados essen?  - Dürfen Hunde Avocados essen?

Dürfen Hunde Avocados essen?  

Avocados sind in der menschlichen Küche eine beliebte Frucht. Egal ob auf dem Toast, im Smoothie oder als Guacamole zum Dippen. Die Avocado gilt als gesund und ist vor allem für ihren hohen Fettanteil bekannt. Doch während wir Menschen die Avocado lieben, sollten unsere Hunde lieber einen großen Bogen darum machen. Aber warum ist das so? Und gilt das auch für Avocado Öl?

Diese und viele weitere Fragen beantworten wir Dir in diesem Beitrag.

 

Warum Avocados für Menschen so gesund sind 

Avocados sind eine wahre Nährstoffbombe. Sie sind reich an gesunden Fetten, insbesondere einfach ungesättigten Fettsäuren wie die Ölsäure. Ölsäure ist eine Omega-9-Fettsäure, die für ihre positiven Auswirkungen auf die Herzgesundheit bekannt ist. Sie kann dazu beitragen, den Cholesterinspiegel zu senken und entzündungshemmende Wirkungen zu haben. Darüber hinaus enthalten Avocados auch geringe Mengen an mehrfach ungesättigten Fettsäuren, einschließlich Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren, die ebenfalls wichtige Rollen für die Gesundheit spielen.

Zudem enthalten sie Ballaststoffe, Kalium, Vitamine (A, B, K und E) und Antioxidantien – eine super Kombination, die die Avocado zu einem hervorragenden Frucht für unsere Gesundheit macht.

Warum Avocados für Hunde ungeeignet sind 

So gesund die Avocado für uns Menschen auch ist, für unsere vierbeinigen Freunde kann sie gefährlich sein. Das liegt vor allem an einer Substanz namens Persin.

Persin ist ein natürlich vorkommendes Toxin, das in den Blättern, der Schale, dem Kern und auch im Fruchtfleisch der Avocado vorkommt. Der Anteil des Toxins ist in den Blättern, der Schale und dem Kern besonders hoch und gelten deshalb für Hunde als besonders giftig. Doch wie gesagt, auch das Fruchtfleisch enthält Persin. Während wir Menschen dieses problemlos verdauen können, kann es bei Hunden und vielen anderen Tieren zu gesundheitlichen Problemen führen. Wenn dein Hund also zu viel von diesem Toxin zu sich nimmt, weil er auf der Schale oder dem Kern herum gekaut oder etwas Fruchtfleisch verschluckt hat, kann dies zu Vergiftungen führen. Symptome einer Persinvergiftung bei Hunden können sein:

  • Erbrechen und Durchfall: Magen-Darm-Beschwerden sind häufige erste Anzeichen.
  • Atembeschwerden: In schweren Fällen kann Persin die Atmung beeinträchtigen.
  • Herzprobleme: Es kann sogar zu ernsthaften Herzproblemen führen.

 
Zusätzlich zur Gefahr durch Persin gibt es weitere Risiken. Der Avocadokern stellt eine Erstickungsgefahr dar und kann zu gefährlichen Darmverschlüssen führen, wenn er verschluckt wird. 

Wie viel Avocado für den Hund giftig ist und was zu tun ist

Es ist schwierig, eine genaue Menge anzugeben, die für alle Hunde giftig ist, da dies von der Größe des Hundes und seiner individuellen Empfindlichkeit abhängt. Generell gilt: Schon kleine Mengen Avocado können bei empfindlichen Hunden Symptome wie Erbrechen und Durchfall auslösen. Bei größeren Mengen steigt das Risiko für ernsthafte Gesundheitsprobleme wie Atembeschwerden und Herzprobleme. Als Faustregel sollten Hundehalter sicherstellen, dass ihr Hund überhaupt keine Avocado zu sich nimmt.

Wenn dein vierbeiniger Freund dann doch mal ein kleines Stück des Fruchtfleisches verschluckt hat, solltest du ihn genau beobachten und ggf. den Tierarzt oder -ärztin aufsuchen, sollten sich die Symptome verschlechtern.

Avocadoöl für Hunde geeignet?

Avocadoöl, das aus dem Fruchtfleisch der Avocado gewonnen wird, enthält deutlich weniger Persin als die Frucht selbst. In kleinen Mengen und hoher Qualität kann es für Hunde unbedenklich sein und aufgrund der in ihm enthaltenen Fettsäuren, Vorteile bieten. Dennoch sollte man Vorsicht walten lassen und vor der Verwendung von Avocadoöl stets den Tierarzt konsultieren. 

Um auf Nummer sicher zu gehen, empfehlen wir dir hier geeignete Alternativen zu Avocadoöl:

  • Lachsöl ist eine hervorragende und sichere Alternative. Es ist reich an Omega-3-Fettsäuren und kann die Gelenkgesundheit sowie die Haut- und Fellgesundheit deines Hundes unterstützten. 
  • Hanfnussöl bietet ebenfalls eine gute Balance an Omega-Fettsäuren und ist eine sichere Option für Hunde.
  • Dorschlebertran ist reich an Omega-3-Fettsäuren und enthält darüber hinaus noch Vitamin A und D.

 

Alle drei Öle bekommst du in unserem Onlineshop - schau doch gleich mal vorbei und entdecke unser Sortiment an hochwertigen Ölen und Nahrungsergänzungen.

Fazit 

Während wir uns also unbeschwert eine leckere Avocado schmecken lassen können, sollten wir darauf achten, dass unsere Hunde keinen Zugang zu dieser Frucht haben. Es gibt viele andere gesunde Snacks für Hunde, wie zum Beispiel Karotten oder Äpfel (ohne Kerne), die sicher und gesund sind.


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