Bitterstoffe in der Hundeernährung

Bitterstoffe in der Hundeernährung - Warum Bitterstoffe gut für Hunde sind

Bitterstoffe in der Hundeernährung – Der überraschend gesunde Kick!

Fast 90% aller Hunde futtern ab und an gerne Gras. Ein Grund dafür sind die im Gras enthaltenen Bitterstoffe. Was Bitterstoffe sind, welche wichtige Rolle sie in der Hundeernährung spielen und warum sie nicht nur akzeptabel, sondern auch gesund sind für deinen Vierbeiner sind, verraten wir dir in diesem Beitrag.

Was sind Bitterstoffe?

Bitterstoffe sind natürliche Verbindungen, die in vielen Pflanzen vorkommen und einen, wie der Name schon sagt, bitteren Geschmack erzeugen. Sie gehören zu einer großen Gruppe von sekundären Pflanzenstoffen, die eine Vielzahl von biologischen Funktionen und gesundheitlichen Vorteilen bieten, den Pflanzen selbst als Schutz gegenüber Fressfeinden dient.

Was können die Bitterstoffe für unsere Hunde tun?

Ganz viel! Sie machen nicht nur lustig, sondern auch gesund! Sie helfen bei der Verdauung, sorgen für Abwechslung im Napf, sind gut fürs Immunsystem und können sogar bei Diäten helfen. Aber mal der Reihe nach:

Natürliche Verdauungshilfe 🥬

Bitterstoffe helfen bei der Verdauung, weil sie die Produktion von Speichel und Magensäure anregen können. So können sie die Verdauung unterstützen und deinem Hund dabei helfen, seine Nahrung effizienter zu verwerten. Denk an die Bitterstoffe als die natürlichen Verdauungshilfen der Natur!

Appetitzügler 🍽️

Es soll ja Vierbeiner geben, die alles verschlingen, was ihnen in die Quere kommt, weil sie einfach IMMER Hunger haben. Bitterstoffe können ihnen helfen, ihren Appetit zu zügeln. Weil sie bitter schmecken, können Bitterstoffe dazu beitragen, solche Hunde langsamer essen und dadurch besser verdauen. Ein natürlicher Appetitzügler.

Natürliche Entgiftung 🌱

Bitterstoffe können entgiftend wirken, weil sie die Leberfunktion unterstützen. Eine gesunde Leber ist eine wichtige Voraussetzung für die Entgiftung des Körpers und hilft deinem Hund, Schadstoffe effektiver auszuleiten.

Immunsystem-Booster 💪

Bitterstoffe fördern nicht nur die Verdauung, sondern können auch das Immunsystem stärken. Sie besitzen entzündungshemmende Eigenschaften und können dazu beitragen, dass dein Hund weniger anfällig für Krankheiten ist.

Abwechslung im Napf 🍲

Ein bisschen Bitteres im Napf kann die Geschmacksnerven deines Hundes auf Trab halten und für mehr Abwechslung sorgen. Denn wer möchte schon immer nur Süßes und Herzhaftes?

Nun haben wir also die ganzen Vorteile von Bitterstoffen in der Hundeernährung aufgezählt. Da stellt sich gleich die nächste Frage: In welchen Nahrungsmitteln sind denn Bitterstoffe drin und welche davon dürfen Hunde futtern?

Nahrungsmittel mit Bitterstoffen für Hunde?

Wir haben dir hier einige sichere und gesunde Nahrungsmittel aufgelistet, die viele Bitterstoffe enthalten und gerne im Napf deines Vierbeiners landen dürfen:

(Grünes Blatt)Gemüse 🥬🥦
Spinat, Grünkohl und Rucola sind reich an Bitterstoffen und bieten viele Nährstoffe. Brokkoli ist nicht nur bitter, sondern auch voller Vitamine und Mineralien. Chicorée, Radicchio und Endiviensalat eignen sich für Hunde ebenfalls ganz wunderbar. Und auch Fenchel und Pastinake dürfen mit in den Napf.

Kräuter🌿

Löwenzahn, Petersilie, Giersch, Beifuß und Schafgarbe können roh oder getrocknet als Nahrungsergänzung hinzugefügt werden.

Bitte beachte: Bei der Verträglichkeit kommt es so ein bisschen darauf an, wie gut dein Hund neue Nahrungsmittel verträgt. Und auch bei der Zubereitung gibt es ein paar Dinge zu beachten. In unserem Beitrag „Obst und Gemüse“ für Hunde findest du ganz viele Tipps dazu. Und im nachfolgenden Abschnitt.

Was gibt es bei der Fütterung zu beachten?

Wichtig ist es, dass du neue Nahrungsmittel, die dein Hund vielleicht noch nie gegessen hat, langsam einführst. D.h. beginne mit kleinen Mengen und erhöhe den Anteil der Bitterstoffe nach und nach. So stellst du sicher, dass dein Hund die neuen Nahrungsmittel gut verträgt.

Weil die Nahrungsmittel, die besonders viele Bitterstoffe enthalten auch besonders bitter schmecken, kann es sein, dass dein Hund nicht begeistert von den neuen Napfzutaten ist. Wir empfehlen daher, die bitteren Zutaten mit süßen Nahrungsmitteln (z.B. Banane oder Apfel) zu mixen und/oder unter das reguläre Futter deines Hundes mischen.


Fazit

Bitterstoffe können eine wertvolle Ergänzung zur Ernährung deines Hundes sein, indem sie die Verdauung unterstützen, die Leberfunktion fördern und das Immunsystem stärken. Also, scheue dich nicht, ein bisschen Bitteres in den Napf deines Vierbeiners zu geben!

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